Selbstverständnis der MMC

Allgemeine Ziele der Marianischen Männerkongregation:

Warum Marienverehrung?

 

Glaubens- und Kirchentreue durch Marienverehrung in der Welt von heute.

 Sie ist auf Zukunft ausgerichtet und wirkt im Sinne der Katholischen Aktion hin auf die Evangelisierung und Heiligung der Menschen und auf die Bildung ihres Gewissens. Wir, der geistliche Leiter (Präses) und die Vorstandschaft, freuen uns über ihre Absicht, sich über unsere Gemeinschaft (Kongregation) kundig zu machen und ihr eventuell beizutreten.Mitglieder der Marianischen Kongregation sind überzeugte Marienverehrer. 

Marienverehrung, weil wir durch Maria Christus besser erkennen können und ihn so besser verstehen. In der Jungfrau Maria ist alles auf Christus bezogen und alles hängt von ihm ab. Aus ihrer Erwählung heraus lebt sie uns die vollkommene Nachfolge vor. Die Mutter führt uns zum Sohn. Sie hat dem Wort Gottes, verkündet durch den Engel Gabriel, geglaubt, sie hat Jesus vertraut. „Was er euch sagt, das tut.“ Durch Maria hin zu Christus, dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen.

 

Marienverehrung, weil Maria durch den Heiligen Geist wieder zur ursprünglichen Heiligkeit des Menschen gelangte, zum vorhergesehenen Geschöpf, das Gott Vater sich als sein Abbild geschaffen hatte. Maria war vom Augenblick ihres Daseins an, also von ihrer Empfängnis im Schoß ihrer Mutter durch das Wirken des Heiligen Geistes, frei von Erbschuld. Sie befand sich also in einem Zustand „voll der Gnaden“, eine Art der Heiligkeit, wie sie ursprünglich die Menschen im Paradies hatten. In diesem Zustand konnte sie durch das Wirken des Hl. Geistes Mutter Christi werden. Auch nach der Geburt des Gottessohnes war Maria in all den Höhen und Tiefen des Lebens erfüllt vom Hl. Geist, bei Elisabeth, in Kana und als starke Frau unter dem Kreuz. „Sichtbar“ empfing sie ihn im Abendmahlsaal zusammen mit den Aposteln und den anderen Frauen am Geburtstag der Kirche. Wie aus dem Leben Mariens erkennbar, gehört zu ihr und zum Glauben der Kirche die Anbetung des Vaters, die Verehrung des Hl. Geistes und die Lobpreisung des Sohnes. Die Marienverehrung in der Kongregation ist seit jeher ausgerichtet auf die Verehrung der Heiligsten Dreifaltigkeit.

 

 

 

Marienverehrung, weil Maria eine von uns ist, die durch ihr Ja-Wort bei der Verkündigung allen Menschen den Rückweg zu Gott zeigte und eröffnete in der Menschwerdung Jesu Christi. Sie selber war „voll der Gnaden“, und so war und ist ihr Platz als Gottesmutter ganz nahe bei ihrem Sohn. Ihre Heiligkeit und ihre Nähe zu Christus ist das Ziel unserer irdischen Pilgerfahrt. Andererseits dürfen wir davon ausgehen – ihre Umsicht bei der Hochzeit zu Kana verdeutlicht es – dass es auch ihre Sorge ist, dass wir dieses Ziel erreichen. Ihre helfende und fürsprechende Betreuung im Himmel deckt sich so mit den Aufgaben der Kirche.Marienverehrung, weil jeder einzelne Gläubige unserer Schwester im Glauben nacheifern muss.

 

 

 

Marienverehrung, weil Maria immer und überall ein Vorbild ist für christliches Leben. Sie unterwarf sich in der konkreten Situation ihres Lebens dem Willen Gottes, indem sie sein Wort annahm und ihr Leben treu nach ihrem Ja-Wort bei der Verkündigung ausrichtete. Ihr Tun war geprägt von der Liebe und dem Willen, Gott zu dienen, in Freiheit gab sie ihr Ja-Wort zur Mutterschaft Christi, sie verkündete Gott als den Anwalt der Unterdrückten und Armen und damit der Gerechtigkeit, im Zustand „voll der Gnaden“ lebte sie Tugendhaftigkeit und ursprüngliche Menschlichkeit vor. Marienverehrung, weil Maria eine glaubwürdige Zeugin und Schülerin Christi ist für die Liebe Gottes und sein Reich.

Marienverehrung gab es schon sehr früh in der Kirche; es gibt sie auch jetzt in den Gemeinden, in Ordensgemeinschaften, bei Wallfahrten und Andachten.

Die Ziele der Kongregation sind zeitlos aktuell

 

Die Marianische Kongregation wurde von den Jesuiten vor rund 450 Jahren als religiöse Erneuerungs- und Reformbewegung aus überzeugenden Priestern und ebensolchen Laien mit gleichwertiger Aufgabenverteilung ins Leben gerufen, weil es im kirchlichen Leben viele Missstände gab, die bekanntlich zur Abspaltung Andersdenkender führten. Man suchte Menschen, die den Glauben lebten und mit Bekennermut auch öffentlich zeigten und sich für ihn einsetzten. Die MMC trat in besonderem Maße dafür ein, dass die Beschlüsse des Tridentinischen Konzils (1545 – 1563) und des I. Vatikanischen Konzils (1870) unter den Gläubigen bekannt, anerkannt und gelebt wurden. Sie trug auch wesentlich zur Erneuerung des Glaubens bei, auch wurden zehn Sodalen zu Gründern und Vätern neuer Orden oder religiösen Genossenschaften (Papst Pius XII.).
Die MMC muss auch heute noch – oder wieder – eine Kraft religiöser Erneuerung darstellen. Auch heute gilt es, die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) und die Erkenntnisse aus Dogmen und Lehrschreiben bekannt zu machen, sie zu verstehen und das Leben danach auszurichten. Die gegenwärtigen Verhältnisse verlangen ein intensives und ein sich ständig erweiterndes Apostolat. Das dauernde Anwachsen der Menschheit, der Fortschritt von Wissenschaft und Technik, das engere Netz der gegenseitigen menschlichen Beziehungen verlangt vom Gläubigen großes religiöses Wissen, feste religiöse Haltung und den Mut, diese Haltung zu vertreten und zu leben. Wie beim Urchristentum der gelebte Glaube Eindruck auf die Mitmenschen machte und Erfolg zeitigte, so war es auch in der Entstehungszeit der Kongregation, so könnte es auch jetzt sein.
Denn: Die Ziele der Kongregation sind zeitlos aktuell: Verantwortung für das eigene Seelenheil und das der Mitmenschen, Weitergabe des Glaubens bei eigener religiöser Fortbildung und die Sorge bei sozialer Not hier und in aller Welt.


Wie kann man das erreichen?

 

Sicherlich eignet sich eine Gemeinschaft Gleichgesinnter zur Erfüllung dieses hohen Auftrags besser als Einzelunternehmertum. Die große Gruppe stützt und trägt und gibt mehr Mut und Ausdauer. Sie stellt zugleich ein Zeichen der Gemeinschaft und der Einheit der Kirche in Christus dar und entspricht so einem menschlichen und christlichen Bedürfnis.

Welche Kraftquellen kennt die Kongregation?

noch außer der Marienverehrung und –nachfolge, dass sie nach Jahrhunderten noch aktiv ist?


Zur besseren Erreichung unserer Ziele verehren wir in besonderer Weise auch die hl. Engel.
Jeder Sodale ist aufgerufen, seinen Engel in Ehren zu halten und mit ihm Kontakt zu pflegen. Gott hat jedem von uns einen besonderen Schutzengel beigegeben, der uns auf all unseren Wegen begleitet und der bei all unseren guten Taten mitwirkt. Die Engel werden von der Kongregation als Patrone verehrt mit einer besonderen Angelobungsformel und beim zweiten Hauptfest im Herbst.

1.

 

Eine Kongregation kann als religiöse Reform- und Erneuerungsbewegung nicht allein von der Zahl der Mitglieder her gedacht werden, sondern von der religiösen Qualität her, und sie muss die Wirkung des Sauerteigs auf das Umfeld ausüben. Die Marianische Männerkongregation verlangt, dass der Sodale sich dem Apostolat, der „Neuevangelisierung“ (Johannes Paul II.) und der dienenden Liebe zu den Menschen verpflichtet fühlt. Im religiösen Leben bedeutet dies oftmals eine Absage an den Geist der Zeit, der nicht selten auf Gleichmacherei angelegt ist. Der Sodale stellt sich dem Anspruch Gottes im täglichen Leben, in der eigenen Umwelt und in allen Nöten der Zeit. Insbesondere strebt er nach religiöser Bildung und tiefer Kenntnis seines Glaubens, und er pflegt die Heiligung der Festtage und der Sonntage als Tage des Herrn. Ein Sodale soll in „seiner kleinen Welt“ als christliches Vorbild wirken.

  

2.

Ein Wahlspruch der Marianischen Kongregation heißt: Alles zur größeren Ehre Gottes! Der Gedanke stammt vom Gründer des Jesuitenordens, dem hl. Ignatius, und soll ausdrücken: Der Dienst für den König Jesus Christus, ein Leben vom Evangelium her, richtet sich nicht nach dem Beifall der Massen, nicht nach einer Allerweltsmoral, sondern orientiert sich an christlichen Werten, an den zehn Geboten als Regeln für das Leben und am neutestamentlichen Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe. Es ist heute wie früher eine pastorale Notwendigkeit, dass man das Christentum glaubwürdig und überzeugend vorlebt. Ein Sodale ist verfügbar für den Anspruch Gottes in Familie und Beruf, in Kirche und öffentlichem Leben. Er bemüht sich um die christliche Familie, um Treue und Achtung der Frau und Mutter und um christliche Erziehung der Kinder. 
Im öffentlichen Leben setzt er sich ein für soziale Gerechtigkeit und um die wahre Menschenwürde. Sein Leben ist geprägt von lauterer sittlicher Haltung, Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit. Ein Sodale soll in „seiner kleinen Welt“ Zeuge Christi sein.  

3.

Seit Anbeginn bezog die Marianische Kongregation im Prinzip der Kirchentreue eine klare Position in allen Wirren der Zeiten. Für die Kongregation gibt es die Trennung „Christus ja, Kirche nein“ nicht. Seit dem ersten Pfingstfest steht fest, dass Christus und der Hl. Geist in dieser Kirche als dem sichtbaren Leib Christi mit all ihren menschlichen Schwächen fortlebt und wirkt, die sichtbare Versammlung und die geistliche Gemeinschaft, die irdische Kirche und die mit himmlischen Gaben beschenkte Kirche, beides zusammen, das Menschliche und das Göttliche, bilden die Kirche. Eine Trennung in die beiden Bestandteile ist nicht möglich. Man kann nur „Ja“ zu dieser einen Kirche sagen. Die Marianische Kongregation erwartet, dass man treu zur Kirche, treu zu Papst und Bischof steht. Dies schließt nicht aus, dass in Ausrichtung auf die Verhältnisse des modernen Lebens („Aggiornamento“, Papst Johannes XXIII.) um die Wahrheit, um Fortschritt im theologischen Wissen und um die Anwendung der Glaubensaussagen im Leben fortwährend im intensiven sachlichen Dialog und Studium gerungen werden muss. Die Kongregation lehnt Schmähung und Misstrauen gegen die Kirche und ihre Würdenträger um eines augenblicklichen persönlichen oder kurzzeitigen Vorteils willen ab. Wer sich ernsthaft, zusammen mit der Kirche – eingedenk aller Fehlerhaftigkeit und Unzulänglichkeit – um die Nachfolge Christi bemüht, dem nimmt man die Botschaft des Jesus von Nazaret und seiner Kirche glaubhaft ab. Das ehrliche Suchen und das aufrichtige Ringen um den rechten Weg ist eine bedeutende Kraftquelle der Kongregation seit Jahrhunderten und muss es auch in Zukunft bleiben.

Persönliche Lebensweise:

 

 

Die Marianische Kongregation braucht aktive, überzeugte Christen, die sich voll einbringen in ihre Kirche, wie es das große Vorbild, die Gottesmutter Maria, seit ihrem Ja-Wort bei der Verkündigung vorlebte. Ein Sodale hilft in seiner Umgebung mit bei der Verdeutlichung des Lebenssinnes, er ermutigt durch sein Leben zum Glauben und zur Hoffnung und trägt durch seine Achtung der Menschenwürde bei, Gottes Dasein und seine Liebe zu erkennen und so Nachfolge zu erwecken. Dazu pflegt er das sakramentale Leben und die eifrige Teilnahme am Messopfer und am Tisch des Herrn. Er bildet sich fort durch Lesen insbesondere der Hl. Schrift und anderer guter Literatur, durch Teilnahme an Exerzitien und Vorträgen. Regelmäßige Selbstbesinnung und die Teilnahme an den Hauptfesten, den Ortskonventen, den Wallfahrten und das tägliche Gebet („Engel des Herrn“) helfen dem Sodalen in seiner religiösen Lebensführung. Kongregationsmitglieder sind mehr als „Taufscheinchristen“.
Zwei herausragende Persönlichkeiten unseres Jahrhunderts können als Vorbilder dienen:der hl. Bruder Konrad von Parzham und der sel. Pater Ruppert Mayer von München.

 

 

 

 

Geborgen im Glaubensgut der Kirche von Anfang an:

 

 

Diesem Anspruch und Engagement stehen eine Reihe von Vorteilen gegenüber: Jeder Sodale lebt unter dem besonderen Schutz der Gottesmutter und der Schutzengel. Er hat Anteil an den Gebeten und Werken aller Mitglieder. Er kann unter den üblichen Bedingungen vollkommene Ablässe gewinnen. In jeder Kongregationsmesse wird für ihn gebetet, auch noch nach dem Tode. Es handelt sich hierbei um eine urchristliche Glaubenssolidarität. (Einzelheiten darüber im Sodalenbüchlein).

Unsere apostolische Sendung:

 

 

Die Marianische Kongregation betrachtet sich als eine jener Vereinigungen, die vom II. Vatikanischen Konzil als besonders beachtenswert angesehen werden, weil sie eine innigere Einheit zwischen dem praktischen Leben der Mitglieder und ihrem Glauben fördert und betont. Die MMC ist sich nicht selbst Zweck, sondern dient der Erfüllung und Sendung der Kirche an der Welt. Ihre apostolische Kraft hängt von ihrer Gleichförmigkeit mit allen Zielen der Kirche ab sowie vom christlichen Zeugnis und vom evangelischen Geist ihrer einzelnen Mitglieder und der ganzen Vereinigung.

 
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